Wie alles begann

1973 Sommerurlaub in Jugoslawien. Riesige Urlaubersilos, die auf den Prospekten natürlich nicht gezeigt wurden. Touristenfabrik. Einziger Lichtblick in dem enttäuschenden Drumherum ist eine fünfköpfige Mandolinenkapelle, die allabendlich vor einer alten Fischerhütte, dem letzten Relikt vergangener Tage, spielt.

Das klingt beim damaligen Pastor der Kirchengemeinde Langendorf und Gründer des Orchesters, Eberhard Malitius, nach. Bis nach Hause. Und es führt zum Kauf von zwei Mandolinen.

Heilig Abend 1973 erklingen zum ersten Mal in der Langendorfer Kirche diese beiden Mandolinen, begleitet von einer Gitarre und einem Glockenspiel. Geburtsstunde für das Mandolinenorchester. Nun fragen Kinder, ob sie nicht auch Mandoline lernen können. Der damalige Jagdpächter spendet 500 DM – genug für fünf billige Mandolinen. Wer eine bekommt, zahlt fast ein Jahr lang 10 DM pro Monat ab.

Heiligabend 1974 spielen schon 14 mit, im Jahr darauf 20. Heute umfasst das Orchester 33 aktive Mitglieder. Aufgeteilt in 16 erste und zweite Mandolinen, 6 Mandolen, 7 Gitarren und 2 Kontrabässe.  Von den billigen Mandolinen der Anfangszeit existiert keine mehr. Alle spielen auf hochwertigen Instrumenten.

Seit 2005 steht das Orchester unter der Leitung von Anja Renz. Sie ist seit ihrem 10. Lebensjahr Mitglied im Ensemble. Eberhard Malitius bereichert das Orchester nach wie vor mit eigenen Kompositionen, Arrangements und spielt Gitarre.